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Engineering & Support

Unterstützungsleistungen & Technik

Im Umfeld der Flugvermessung bietet die FCS eine Reihe weiterer Dienstleistungen an. Hierzu zählen z. B. Simulationen, in die wir unsere messtechnischen Ergebnisse aus der Flugvermessung einbringen. Die SISMOS Empfangstechnologie der FCS wurde bereits vielfach in Transponder- und ADS-B Empfängern, 1030/1090 MHz Monitoringsystemen und neuerdings auch in UAS- Plattformen eingesetzt. Ergänzend bieten wir Beratung und Schulung an. 

Simulation & Gutachten

Mittels leistungsfähigster elektromagnetischer Solver-Software führt die FCS Simulationsrechnungen potentieller Störungen von NAV (z.B. ILS/ DME) oder Surveillance- (z.B. SSR)-Systemen durch Objekte wie Gebäuden an Flughäfen durch. In Ergänzung zu diesen Simulationen können Messungen in Absorberhallen an einzelnen Bauteilen von Fassaden vorgenommen werden, um deren Reflektionseigenschaften für die Radarfrequenzbereiche genauer zu untersuchen. Diese Ergebnisse ergänzen die Simulationen und reduzieren die Aussageunsicherheit. Im Bereich der Simulationen kooperiert die FCS mit der Gesellschaft für Luftfahrtforschung (GfL) in Dresden.

Der FCS-Mitarbeiter Dr.-Ing. J. Bredemeyer erstellt als Öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger unabhängige Fachgutachten für "Funknavigations- und Radaranlagen der Flugsicherung".

Image © Rockwell Collins

Überprüfung von NAV Datenbanken

Die heutige kommerzielle Luftfahrt ist ohne GPS-gestützte Navigation und dem Performance Based Navigation (PBN) – Konzept der ICAO kaum noch vorstellbar. Bei GPS RNAV- und Präzisionsanflugverfahren ist die Integrität der Flight Management-System-Datenbank von zentraler Bedeutung. Gleiches gilt bei Anflugverfahren mit autopilotgestützter barometrischer Höhenführung (AP BaroVNAV). Deswegen werden alle neuen oder geänderten An- und Abflugverfahrensdaten im Deutschen Luftraum von der FCS in einer speziellen „preproduction“-Datenbank codiert, die gem. ICAO-Empfehlungen in der regulären Produktionskette erzeugt wird. Anschließend erfolgt die Validierung mit dem speziellen FIDIT – Tool der FCS, sowie die fliegerische Überprüfung. FIDIT (Flight Inspection Database Integrity Tool) basiert auf dem u.a. von der Deutschen Lufthansa eingesetzten dbit® -Datenbanktool. Es gestattet den rechnergestützten Vergleich und die Validierung von Verfahrensdaten in den Formaten ARINC 424 und FMS gegen vorgegebene Toleranzen bzw. Referenzdaten.

Anstelle einer periodischen Flugvermessung bzw. flight validation von GPS-basierten Verfahren überprüft die FCS einmal jährlich die Datenbanken auf Übereinstimmung mit den veröffentlichten Daten.

Die FCS ist gerne bereit, basierend auf unserem Datenbankvalidierungs-Toolset, beispielsweise tailored oder company routes kundenspezifisch regelmäßig zu überprüfen. Sprechen Sie uns hierzu an.

Training

Der Betrieb einer Flugvermessungsorganisation ist komplex. Während Flugzeuge und Flugvermessungssysteme am Markt beschafft werden können, ist alleine das Projektmanagement für diese großvolumigen Beschaffungsprojekte keine Selbstverständlichkeit. Der wirtschaftliche Betrieb einer Flugvermessungsorganisation unter den heutigen regulativen Rahmenbedingungen, sowie Qualitäts- und Kostenvorgaben der Kunden stellt besondere Herausforderungen an die Qualifikation der Mitarbeiter und des Managements.

Mit kumuliert über 500 Mannjahren Erfahrung in der Flugvermessung (Flugvermessungstechnik, Flugbetrieb, Wartung und Organisation) und nachweislich einer sehr erfolgreich betriebenen Flugvermessungsorganisation, ist die FCS in der Lage, anderen Flugvermessungsfirmen bei der Optimierung ihres laufenden Betriebes, bei Problemlösungen und bei der Schulung Ihrer Flugmess- und Wartungsingenieure zu unterstützen. Profitieren Sie von unserem reichen Erfahrungsschatz!
Mögliche Schulungsthemen sind z.B.:

  • Grundkurs Flight Inspection für Flughafen-Ingenieure + Techniker
  • Expertenkurs Flugvermessung
  • Flight Validation

Bitte stellen Sie Ihre Anfrage und wir unterbreiten Ihnen gerne ein maßgeschneidertes Angebot für Ihren Trainings- oder Beratungsbedarf.

SISMOS (Signal-in-Space Monitoring System)

Als Folge der bekannten Nachteile des Einsatzes (der von ICAO vorgegebenen)  luftfahrzugelassenen Empfängern in der Flugvermessung hat die FCS schon frühzeitig in der Firmengeschichte ihre SISMOS-Plattform  zur Aufzeichnung und Analyse von Bandpass-Signalen von NAV und Surveillance-Anlagen entwickelt. Dieses erfolgt über spezielle Empfänger, signalspezifische Korrelationsalgorithmen sowie -Abtastfrequenzen und Aufzeichnungs-verfahren. Zu den zahlreichen Projekten mit SISMOS-Einsatz zählen ILS LOC/GP Mehrwegeausbreitungsuntersuchungen, DME-DME-Reichweitebestimmung im Rahmen des EUROCONTROL P-RNAV Implementierungsprogrammes, sowie 1030/1090 MHz SSR- und WAM-Funkfeldlastbestimmungen.

Unser Empfängerdesign-Knowhow stellen wir zur Unterstützung der Industrie bereit. FCS-Referenzen beinhalten die Verbesserung von NAV-Mess-Empfängern, Design von ADS-B- und SSR-Transponderempfängern.

Ein herausragendes Beispiel ist der von der FCS entwickelte auf dem ESA-Forschungssatelliten „PROBA-V“ installierte ADS-B Empfänger. Dieser erfasst seit 2013 ununterbrochen die schwachen ADS-B-Signale und damit ADS-B-Positionen des weltweiten Luftverkehrs mittels eines kohärenten Detektionsverfahrens und übermittelt diese an die Erde.

Referenzen:

  • Rohde & Schwarz EVS300 und EDS300 support
  • Funke avionics TRT-800
  • » Space-based ADS-B 4S Symposium DLR Präsentation

1030/1090 MHz Monitoring

Die HF-Kanäle 1030/1090 MHz werden im Air Traffic Management für die Surveillance-Verfahren SSR, WAM und ADS-B sowie TCAS gleichermaßen intensiv genutzt und müssen deswegen besonders geschützt werden. Dieses wurde im Artikel 6 der EASA-Regulierung 1207/2011 auch so festgelegt. Mit der Variante 1030/1090 MHz der etablierten SISMOS-Technologie führt die FCS hier Sondervermessungen durch. Die detaillierte Auswertung der aufgezeichneten Rohsignale erlaubt aussagekräftige Beurteilung z.B. des SSR-Abfragekanals - und zwar dort wo es darauf ankommt – in der Luft. Zur Analyse zählen mögliche Interoperabilitätsprobleme, Gerätedefekte und die Feststellung von Quality-of-Service-Parametern. Eine zentrale Referenz der FCS-Arbeiten ist die bereits in 2010 für die EASA durchgeführte „MOSTDONT“ Radar-/Transponder-Interoperabilitätsstudie.

Für das „airborne“ Segment des von EUROCONTROL ausgeschriebenen Centralized Services CS7-2 (1030/1090 MHz Monitoring) hat die FCS auf Grundlage ihrer SISMOS-Technologie ein Angebot abgegeben.

Referenz:

» EASA MOSTDONT study (PDF)

Windenergieanlagen & Flugsicherung

Windenergieanlagen (WEA) als verbreitete Quelle erneuerbarer Energie können potenziell störende Auswirkungen auf die in der Flugsicherung eingesetzten Surveillance (Radar-) anlagen haben, wie z. B. die Generierung von Zielverlusten über Windparks, sowie u.U. auch das Hervorrufen falscher Kursinformationen von konventionellen NAV-Anlagen.

Um die Thematik intensiv zu erforschen, hat das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages unter dem Förderkennzeichen FKZ 0325644A-D im Oktober 2013 das Forschungsprojekt “WERAN” unter der Projektleitung der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) vergeben. Eines der Projektziele ist neben der Durchführung von Messungen mittels ferngesteuerter Multikopter mit kalibrierten Antennen die Bereitstellung von Messdaten für Simulationsfachleute zur Verbesserung ihrer Simulationsmodelle. Der FCS-Beitrag zum Projekt ist die Beistellung einer miniaturisierten Version einer mehrkanaligen FPGA-Aufzeichnungstechnik mitsamt Auswertesoftware. Weitere Partner dieses R&D-Projekts ist die steep GmbH sowie die Leibniz Universität Hannover.

Referenzen:

» WERAN PTB

» IFIS UAS Paper FCS

UAS (Oktokopter)

Mit der zunehmenden Verbreitung von UAS wird auch deren Einsatz in der Flugvermessung in Betracht gezogen. Während der Einsatz von größeren RPAS im Einsatzgebiet an grossen Flughäfen in der näheren Zukunft wenig wahrscheinlich ist, bietet sich der Einsatz von kleinen UAS zur Durchführung ergänzender Messungen oder von Sondervermessungen geradezu an.

Mit der WERAN-Okokopter-Plattform ist die FCS hier an vorderster Front aktiv. Auf erste, im Frühjahr 2016 durchgeführte Messungen von ILS und VOR folgten Messkampagnen für weitere Frequenzbereiche und Systeme, z.B. MSSR. Der langfristige reguläre Einsatz von UAS wird in Abstimmung mit Schlüsselkunden der FCS überprüft.

Referenz:

» IFIS UAS Paper FCS